Route Napoleon

 Um unseren Landy auf seine Reisetauglichkeit zu prüfen unternahmen wir im Sommer 2016 eine Reise durch die Westalpen. Bardoneccia diente als unseren Ausgangsort. Über Schotterpisten erreichten wir den Col de Sommeiller, mit 2.996 müM. der höchste befahrbare Pass in den Alpen. Gut, wir waren etwa auf 2.976 müM., da der Pass wieder mit unpassierbaren Schneefeldern bedeckt war. Den alten Militärrouten Napolens folgend erlebten wir auf der Weitterreise ein Stück Geschichte. Die Überbleibsel der Burgen, unterirdischen Verbindungen und Granateneinschlaglöcher lassen nur erahnen, wie stark umkämpft die Grenze zwischen Italien und Frankreich war. Kaum vorstellbar, wie die Vorräte mit den Tieren an die teilweise schwer erreichbaren oder stark unter Beschuss gestandenen Forts gebracht wurden. Heute ist diese Gegend wunderschön, damals hätte ich (Nicole) unter keinen Umständen hier wohnen wollen.

Der hiszorische Exkurs und die wunderschönen Ausblicke waren ein toller Nebeneffekt unseres eigentlichen Ziels der Reise. Auf den Strassen sowie beim Campieren wurde das Equipment bis aus Kleinste geprüft. Trotz Sommer und relativ warmen Themperaturen am Tag, herrschten in den Nächten mit den Anden vergleichbare Verhältnisse. Von den (eis)kalten Nächten und den teilweise starken Winden war ich (Nicole) nicht gerade begeistert. Meine nächste Investition wird in einen wärmeren Schlafsack sein. Ebenfalls die Matratze unseres Dackzeltes muss ausgetauscht werden. Vielleicht kann mit ein paar Zentimeter mehr der Schlafkonfort etwas erhöht werden (im wahrsten Sinne des Wortes).

Auf 1,5 m² werden wir in Zukunft unseren ganzen Hausrat verstauen müssen. Die Ordnung im Wagen sowie die optimale Nutzung der Kisten ist eine Herausforderung. Obwohl wir versuchten unsere sieben Sachen immer ordenlich zu verräumen, herrschte rasch einmal ein kleineres Chaos. Ende der Reise wussten wir, wie der Platz bestens genutzt werden kann. Die Kisten wurden immer wieder mal aus- und umgeräumt. Rasch einmal wurde klar, dass mit einem zusätzlichen Ausbau des Rücksitzplatzes noch mehr Stauraum geschaffen werden kann. Die Ordnung wurde letztendlich dokumentiert, sodass die Reise nach Südamerika hoffentlich ohne regelmässiges Umräumen gestartet werden kann. Eine weiterer wichtige Tätigkeit wird der Ausbau des Tanks sein. Die 89 Liter Diesel reichten ohne weiteres für die Pässe in Italien und Frankreich. In den Höhen der Anden steigt jedoch der Verbrauch an und es sind wohl auch nicht ganz so viele Tankstellen wie in Europa anzutreffen.  Kleinere Änderungen und Reparaturen machte Stefan bereits während der Reise. So fixierte er den Wackelkontakt der Kühlschrankes am ersten Abend. Der Kühlschrank funktionierte anschliessend so gut, dass die Lebensmittel am nächsten Morgen gefrohren waren. Nach dem Try and Error Prinzip fanden wir im Verlaufe des nächsten Tages die passende Themperatureinstellung. Ansonsten erwies sich unser Landy als tolles Gefährt. Vieles kann vom Vorbesitzer übernommen werden (Vielen Dank Gregor). Einige elektrische und mechanische Anpassungen werden wir (das heisst Stefan) noch vornehmen.