Hafenabenteuer

7. Oktober 2018

Unserem Agenten stellte ich vorgängig alle nötigen Dokumente zu, sodass er alle nötigen Formulare bereits vorbereiten konnte.

 

Am 24.08. wurden die Formulare für das Fahrzeug, den Hafen und die Polizei unterschrieben. Diese mussten anschliessend beglaubigt werden. Beim Zoll inmitten der Stadt beantragten wir eine Ausreisegenehmigung für unseren Landy, um anschliessend beim Hafen eine Einfahrgenehmigung für unser Gefährt sowie die Zutrittsberechtigung für den Halter zu erfragen.

Dauer 3h

 

Am 25.08. trafen wir uns um 08:00Uhr erneut mit dem Agenten und fuhren zum Hafen, um unseren Landy auf die grosse Reise übers Meer zu schicken. Doch etwas stimmte mit der Einfahrgenehmigung nicht. Nach zirka einer Stunde konnte ich doch noch in den Hafen fahren. Anschliessend wartete ich über eine Stunde auf den Zöllner, welcher die Fahrzeugangaben überprüfen sollte und mir eine Abgabequittung auszustellen hatte. Dies geschah mit der üblichen Arbeitsgeschwindigkeit der Südamerikaner. Am Nachmittag hatte ich soweit im Hafen alles erledigt. Die restlichen Papiere mussten nur noch beim Zöllner abgeholt werden. Dieser weigerte sich aufgrund seiner Arbeit, diese jetzt noch auszustellen. Er hätte wohl nicht pünktlich seine Arbeit beenden können… Nach heftigem Protest unseres Agenten bearbeitete er die Papiere doch und wir konnten sie vor 15.00 Uhr abholen. Zum Schluss liessen wir von der Polizei die Auslieferung bestätigen und setzten den Termin für die Drogenkontrolle auf den 28.08. an.

Dauer 6h30min

 

Am 28.08. fuhren wir erneut zum Hafen. Mit einer Zutrittskarte konnte ich den Hafen betreten und wurde zum Landy gefahren. Ich bereitete das Gefährt für die Drogenkontrolle vor. Die Beamten durchsuchten die ersten drei Fahrzeuge. Zu mir kam niemand. Nach fast 2 Stunden warten, wurde ich langsam ungeduldig. Auf mein Nachfragen antworteten sie mir, dass sie nicht gewusst hätten, dass ein viertes Fahrzeug zu kontrollieren sei. Die Beamten wurden nervös, denn ihr Feierabend stand kurz bevor. Sie durchwühlten im Eiltempo alle Kisten, wollten mir Parfüm verkaufen, das Fahrzeug sowie meine Armbanduhr abkaufen und Schweizer Franken wechseln. Während einer die Dokumente ausfüllte, räumte ich alles wieder weg. Die Dokumente wurden unterschrieben und das Auto versiegelt. Damit war’s erledigt. Nach einem weiteren heissen Tag im Hafen, war ich völlig erschöpft aber dennoch froh.

Dauer 5h30min

 

Nach den Erlebnissen in Cartagena waren wir gespannt, was uns im Hafen von Antwerpen erwarten wird!

 

Am 1.10. fanden wir uns am Zollgebäude ein. Fünf Minuten später waren die Dokumente geprüft und wir erhielten die Erlaubnis das Fahrzeug aus dem Hafengelände zu fahren. Im Terminal erfuhren wir jedoch, dass die Abholbestätigung unseres Buchungsagenten noch nicht eingetroffen ist. Nach einem Anruf befand sich diese innerhalb von 15 Minuten auf dem Rechner der Sekretärin und ich durfte das Gelände betreten. Nachdem die Bestätigung, dass es sich beim Fahrzeug wirklich um unseren Landy handelt erbracht war, konnte ich das Gelände verlassen.

Dauer 2h50min!

 

Von Antwerpen reisten wir nicht direkt in die Schweiz. Nach den Tagen in Belgien fuhren wir zuerst nach Deutschland zu Christine und Peter (Der Grosse Wagen). Wir verbrachten einen schönen Tag zusammen, tauschten Reiseerlebnisse aus und assen Racelett. Wir besuchten sogar den Braunkohle Tagebau Garzweiler. Bevor wir weiterfahren konnten, musste ich den Bremsschlauch gwechseln, welcher (glücklicherweise) am Ende unserer Reise in Cartagena undicht war.

Tags darauf fuhren wir nach Nürnberg zu Roswita und Jochen, um den ausgeliehenen Dampfkochtopf zurück zu bringen. Lebhaft tauschten wir Erlebnisse aus. Tags darauf besuchten wir die Stadt Nürnberg.

Am 6.10  fuhren wir von Nürnberg zurück in die Schweiz, wo unser Landy nach 428 Tagen wieder Schweizer Strassen unter den Rädern hatte. Wir besuchten die Eltern von Tobias und brachten ihnen Kleidung und Kaffee vorbei. Etwas mehr als zwei Monate reisten wir insgesamt mit Tobias. Sie freuten sich Neuigkeiten ihren Sohn zu erfahren.

 

Nun sind wir wieder zu dritt! Für die nächste Reise muss der Landy  wärend des Winters wieder in Schuss gebracht werden.